Sinn und Zweck der Studienanalyse
Während meiner Vertiefungsarbeit war es mir wichtig, nachgewiesene Fakten hervorzuheben. Deswegen entschied ich mich, wissenschaftliche Studien miteinander zu vergleichen, die den Zusammenhang zwischen hormoneller Verhütung und dem Krebsrisiko oder einer Krebsminderung erforschten und die Ergebnisse auszuwerten und übersichtlich festzuhalten.
Über PubMed, eine frei zugängliche medizinische Datenbank, konnte ich fünf Studien ausfindig machen, die meinen Auswahlkriterien entsprachen. Ich entschied mich bewusst für Kohortenstudien, da diese Patientinnen längere Zeiträume beobachten und somit Langzeit-Effekte besser erfassen können.
Die ausgewählten Studien befassten sich mit der Wirkung von hormoneller Verhütung auf das Risiko für Brust-, Darm-, Eierstock-, Gebärmutterhals- sowie Gebärmutterschleimhautkrebs.
Zur Darstellung und Analyse stellte ich die Daten anhand derselben Kriterien dar, verglich die Ergebnisse und wertete sie anschliessend aus.
Mein Ziel war es, den Einfluss von hormoneller Verhütung auf das Krebsrisiko zu untersuchen und abschliessend eine Risikobewertung vorzunehmen.
Die Auswertung der Studien war anfangs herausfordernd, da ich mit der wissenschaftlichen Darstellung noch nicht vertraut war. Sobald ich jedoch den Dreh raushatte, konnte ich mithilfe der Suchfunktion die relevanten Informationen leicht herausfiltern. Besonders spannend war es, die Zahlen im Detail zu betrachten und besser zu verstehen, wie hoch oder gering die jeweiligen Risiken tatsächlich sind.
Fazit zur Studienanalyse
Die Antibabypille ist mit einem leicht erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden, welches bei einer längeren Einnahme weiter ansteigt. Gleichzeitig senkt sie das Risiko für Darm-, Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs, wobei der schützende Effekt bei längerer Anwendung zunimmt.
Auch die Hormonspirale erhöht das Brustkrebsrisiko, wobei das Risiko für Gebärmutterhalskrebs verringert ist. Zudem reduziert sie ebenfalls das Risiko für Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs.
Bei der Hormonspritze ist das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöht, während das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs reduziert ist. Ein erhöhtes Brustkrebsrisiko zeigt sich jedoch erst nach mehr als fünf Jahren.
Beim Hormonimplantat ist das Risiko für Brust- und Gebärmutterhalskrebs ebenfalls erhöht, während das Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebsrisiko reduziert ist.
Insbesondere die Tabellen der Studien selbst zeigen, dass die Risiken auch nach dem Absetzen entweder erhöht oder reduziert blieben. Gleichzeitig kann eine längere Anwendungsdauer die Risiken bestimmter Krebsarten sogar weiter senken, während sie für andere wiederum erhöht werden. Generell steigen die Risiken für alle Krebsarten jedoch, wenn zusätzlich geraucht, regelmässig Alkohol konsumiert, wenig bis keinen Sport betrieben wird oder ein Übergewicht besteht.
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